Neuraltherapie bei Narben – Narbenbehandlung Kaiserschnittnarben & Operationsnarben
- 13. Juli
- 3 Min. Lesezeit

Narben sind sichtbare Zeugen dessen, was der Körper durchgemacht hat. Ob nach einer Operation, einem Unfall oder einer Geburt – manchmal heilt eine Narbe nicht so, wie wir es uns wünschen. Sie bleibt rot, ist erhoben, zieht sich ein oder fühlt sich verheddert an. In der Erfahrungsheilkunde gilt die Narbe darüber hinaus als sogenanntes Störfeld – eine Stelle im Körper, die Beschwerden an ganz anderen Orten verursachen kann.
In meiner Naturheilpraxis in München Haidhausen begegnen mir immer wieder Patientinnen mit Narben, die sie begleiten – manche seit vielen Jahren. Besonders häufig sehe ich zuletzt Kaiserschnittnarben, die entweder äußerlich nicht gut verheilt sind oder die tief ins Gewebe gehen und Beschwerden verursachen, die scheinbar nichts mit der Narbe zu tun haben.
Wann wird eine Narbe zum Problem?

Nicht jede Narbe braucht Behandlung. Aber manche Narben bereiten langfristig Schwierigkeiten – und das nicht nur äußerlich. In der Erfahrungsmedizin unterscheiden wir grob zwischen zwei Aspekten:
• Die Narbe selbst ist nicht gut verheilt: Sie ist noch rötlich, erhoben oder stark eingezogen.
Besonders tiefe Schnitte – wie beim Kaiserschnitt, der durch mehrere Gewebeschichten geht – können zu Verwachsungen in der Tiefe führen.
• Die Narbe wirkt als Störfeld: In der Neuraltherapie geht man davon aus, dass Narben das vegetative Nervensystem beeinflussen und dadurch Beschwerden an weit entfernten Körperstellen verursachen können. Eine Kaiserschnittnarbe kann so zum Beispiel mit Unterleibsbeschwerden, Rückenschmerzen oder Hormonschwankungen in Zusammenhang stehen – ohne dass ein direkter anatomischer Zusammenhang auf den ersten Blick erkennbar ist.
Wichtig: Das Alter der Narbe spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Auch alte Narben können in der Erfahrungsheilkunde noch behandelt werden.
Wie läuft die Narbenbehandlung mit Neuraltherapie ab?
Die Neuraltherapie bei Narben arbeitet mit der Injektion kleiner Mengen eines Lokalanästhetikums – in meiner Praxis verwende ich Procain, oft in Kombination mit weiteren Mitteln wie Milchsäure, je nach Beschwerdebild und Gewebezustand.
Die Behandlung erfolgt schichtweise:
1. Zunächst wird die oberflächliche Narbenschicht intracutan behandelt – das bedeutet, die Flüssigkeit wird direkt in das oberflächliche Gewebe der Narbe eingebracht. Dadurch wird das Narbengewebe sozusagen „aufgesprengt“, die Durchblutung angeregt und die Wundheilung erneut in Gang gesetzt.
2. Anschließend kann in tiefere Gewebeschichten gegangen werden, um dort das gleiche Prinzip anzuwenden. Besonders bei tiefen Narben wie dem Kaiserschnitt, der durch Haut, Fettgewebe, Faszien und die Gebärmutterwand verläuft, ist das relevant.
Ziel ist es, einen erneuten Heilungsanstoß zu geben – das Gewebe kann sich im Verlauf wieder etwas lösen, die Narbe kann weicher werden und sich optisch und funktionell verbessern.
Narben als Störfeld behandeln
Ein besonderer Aspekt der Neuraltherapie ist die Behandlung von Narben als Störfeld. In der Erfahrungsheilkunde geht man davon aus, dass Narben das vegetative Nervensystem dauerhaft beeinflussen können. Eine Narbe kann so zum Ausgangspunkt für chronische Beschwerden werden, die scheinbar nichts mit ihr zu tun haben.
Typische Beschwerden, bei denen eine Narbe als Störfeld in Betracht gezogen werden kann:
• Chronische Schmerzen ohne klare Ursache
• Unterleibsbeschwerden nach Kaiserschnitt oder gynäkologischen Operationen
• Rückenschmerzen oder Beckenproblematiken
• Hormonschwankungen oder Zyklussstörungen im Zusammenhang mit Unterbauchnarben
• Allgemeines Unwohlsein das sich keiner klar definierten Ursache zuordnen lässt
Was ich in meiner Praxis beobachte
In letzter Zeit kommen verstärkt Patientinnen mit Kaiserschnittnarben zu mir – manche wegen des äußeren Erscheinungsbilds der Narbe, andere wegen Beschwerden die sie nicht einordnen können. Oft besteht ein Zusammenhang, der erst im Gespräch und in der Anamnese deutlich wird.
Was mich an der Narbentherapie fasziniert: Der Körper hat eine enorme Fähigkeit zur Regeneration – manchmal braucht er nur einen gezielten Impuls um wieder in Gang zu kommen. Wie gut und wie schnell eine Narbe auf die Behandlung anspricht, ist individuell sehr unterschiedlich und lässt sich nicht vorhersagen.
Rechtlicher Hinweis: Die Neuraltherapie bei Narben ist ein Verfahren der Erfahrungsmedizin. Eine wissenschaftliche Anerkennung im schulmedizinischen Sinne liegt nicht vor. Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder heilpraktische Beratung.
Interesse an einem Erstgespräch?
Wenn Sie eine Narbe haben die Sie begleitet – ob frisch oder alt, ob äußerlich sichtbar oder als mögliches Störfeld – sprechen Sie mich gerne an. Ich biete ein kostenloses Infogespräch an.
Naturheilpraxis Wehner München · Orleansstraße 69 · 089 21897299 · www.naturheilpraxis-wehner-muenchen.de
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